Wie stehen die Hauspreise in Uelzen und Bad Bevensen?
Dieses Gebiet reicht vom unmittelbaren Hamburger Umland bis in die Heide – und der Preisunterschied dazwischen ist größer als jede Jahresbewegung. Für Uelzen und Bad Bevensen ist deshalb weniger die Statistik entscheidend als das einzelne Haus.
Das Wichtigste in Kürze
- Ein Reihenhaus oder eine Doppelhaushälfte kostete im Landkreis Uelzen 2025 im Mittel 138.000 Euro, nach 137.000 Euro im Vorjahr.
- Im Landkreis Harburg, der zum selben Alvenberg-Gebiet gehört, waren es 319.000 Euro – mehr als das Doppelte für dieselbe Objektart.
- Niedersachsenweit stieg der Preis für ein Ein- oder Zweifamilienhaus von 255.000 auf 270.000 Euro; nur in 8 von 47 untersuchten Gebieten sank er.
- Für freistehende Häuser in Uelzen und für Bad Bevensen gibt es keine amtliche Durchschnittszahl.
Ein Reihenhaus oder eine Doppelhaushälfte kostete im Landkreis Uelzen 2025 im Mittel 138.000 Euro. Im Landkreis Harburg, der zum selben Alvenberg-Gebiet gehört, waren es 319.000 Euro – mehr als das Doppelte für dieselbe Objektart. Beide Zahlen stammen aus den Landesgrundstücksmarktdaten 2026 des Oberen Gutachterausschusses für Grundstückswerte in Niedersachsen. Kein anderer Wert beschreibt diese Region so genau wie dieser Abstand.
Woher diese Zahlen kommen
Nicht aus Immobilienportalen. Dort stehen Angebotspreise – das, was jemand verlangt hat, nicht das, was gezahlt wurde.
Was gezahlt wurde, führen die Gutachterausschüsse der Landkreise und wertet der Obere Gutachterausschuss für Niedersachsen landesweit aus. Die aktuellen Landesgrundstücksmarktdaten wurden am 2. Februar 2026 in Hannover vorgestellt. Der Berichtszeitraum reicht von November 2024 bis Oktober 2025 – die Zahlen heißen im Sprachgebrauch des Ausschusses „2025".
Eine Einschränkung gehört an diese Stelle, nicht ans Ende: Niedersachsen veröffentlicht seine Grundstücksmarktdaten überwiegend als interaktive Dashboards. Zitierbar sind nur die Presseinformation und die Präsentation des Oberen Gutachterausschusses, und darin werden nur ausgewählte Gebiete genannt – nicht alle 47 untersuchten.
Was ein Haus in der Region kostet
| Marktgebiet | Ein-/Zweifamilienhaus 2025 | Vorjahr | Reihenhaus/DHH 2025 | Vorjahr |
|---|---|---|---|---|
| Landkreis Harburg | 430.000 € | 410.000 € | 319.000 € | 294.000 € |
| Landkreis Uelzen | keine Angabe | – | 138.000 € | 137.000 € |
| Stadt Hannover (teuerstes Gebiet) | 505.000 € | – | 421.000 € | 390.000 € |
| Landkreis Holzminden (günstigstes) | 156.000 € | – | 90.000 € | 100.000 € |
| Niedersachsen insgesamt | 270.000 € | 255.000 € | 250.000 € | 235.000 € |
Das Alvenberg-Gebiet Lüneburger Heide reicht vom unmittelbaren Hamburger Umland bis in die Heide hinein, und die Tabelle zeigt, was das preislich bedeutet.
Der Landkreis Harburg hat sich bei Ein- und Zweifamilienhäusern mit 430.000 Euro auf Platz zwei aller 47 niedersächsischen Auswertungsgebiete geschoben, vor Göttingen und Braunschweig; nur die Stadt Hannover liegt höher. Der Landkreis Uelzen liegt bei Reihenhäusern und Doppelhaushälften mit 138.000 Euro nahe am unteren Ende der Skala, die vom Landkreis Holzminden mit 90.000 Euro begrenzt wird.
Zwischen Harburg und Uelzen liegen damit rund 180.000 Euro – bei derselben Objektart. Zwischen beiden Landkreisen liegt nur einer: der Landkreis Lüneburg.
Was in Uelzen und Bad Bevensen fehlt
Für den Landkreis Uelzen gibt es in den statischen Veröffentlichungen keine Durchschnittszahl für das freistehende Ein- oder Zweifamilienhaus. Für Bad Bevensen gibt es überhaupt keine eigene Zahl, weil die Auswertung auf Landkreisebene endet. Für die Hansestadt Lüneburg gibt es ebenfalls keinen amtlichen Hauspreis.
Diese Lücke ist ein Thema, kein Grund, sie zu füllen. Der Landesdurchschnitt von 270.000 Euro gilt für Niedersachsen, nicht für Uelzen. Der Harburger Wert von 430.000 Euro gilt für das Hamburger Umland, nicht für die Heide. Beide auf ein Haus in Bad Bevensen anzuwenden wäre gleich falsch – nur in verschiedene Richtungen.
Ablesen lässt sich eine Relation, kein Preis: Der Uelzener Wert für Reihenhäuser und Doppelhaushälften liegt bei 55 Prozent des Landesdurchschnitts für dieselbe Objektart. Diesen Faktor auf das freistehende Haus zu übertragen und daraus einen Eurobetrag zu bilden, wäre eine Hilfskonstruktion – darauf verzichten wir. Als Zahl im Kopf richtet sie mehr Schaden an als Nutzen.
Wie sich der niedersächsische Markt entwickelt
Das Berichtsjahr war landesweit ein starkes.
- 94.600 Kaufverträge, rund 10 Prozent mehr als im Vorjahr und 20 Prozent mehr als 2023 – dem Jahr mit der geringsten Zahl an Kaufverträgen seit 1987.
- Gesamtumsatz rund 25 Milliarden Euro, 3,6 Milliarden mehr als im Vorjahr und damit nach Angabe des Ministeriums absolut der höchste je gemessene Jahreszuwachs.
- 29.500 verkaufte Ein- und Zweifamilienhäuser, rund 8 Prozent mehr; der Geldumsatz stieg mit 12 Prozent stärker als die Zahl der Abschlüsse.
- Der mittlere Eigenheimpreis stieg von 255.000 auf 270.000 Euro. Der Höchstwert von 300.000 Euro aus dem Jahr 2022 wurde nicht wieder erreicht.
- Nur in 8 der 47 untersuchten Gebiete sank der mittlere Kaufpreis.
Dabei fällt eine Richtung auf, die der üblichen Erzählung widerspricht. Die niedersächsische Innenministerin hob sie bei der Vorstellung hervor: Gesunken sind die Kaufpreise „häufiger in Großstädten wie Braunschweig, Göttingen, Osnabrück und Wolfsburg und nicht im ländlichen Raum". Zweistellige Steigerungen gab es dagegen in den Landkreisen Hameln-Pyrmont (plus 16 Prozent), Cloppenburg und Nienburg (je plus 10 Prozent).
Beim Bauland bleibt die Lage eng. Rund 6.300 verkaufte Wohnbauflächen sind – zusammen mit 2023 und 2024 – die drittniedrigste Zahl seit Beginn der digitalen Registrierung in den 1980er Jahren, trotz eines Zuwachses von 19 Prozent. Der mittlere Preis stieg auf 139 Euro je Quadratmeter.
So ist es in Uelzen und Bad Bevensen
Zwei Befunde, die speziell diese Region betreffen.
Der Landkreis Lüneburg ist bei Eigentumswohnungen Spitze auf dem Festland. Bei wiederverkauften Eigentumswohnungen wurden landesweit im Mittel 2.130 Euro je Quadratmeter Wohnfläche gezahlt. Nach der Insel Norderney mit rund 10.000 Euro standen die Stadt Hannover und der Landkreis Lüneburg mit jeweils rund 3.000 Euro gleichauf als Top-Lagen auf dem Festland. Für das Auswertungsgebiet Lüneburg und die Baujahre 1991 bis 2010 weist die Präsentation 3.280 Euro je Quadratmeter aus – nach 3.560 Euro im Vorjahr, also mit nachgebender Tendenz.
Die Heide und das Hamburger Umland werden unterschiedlich kapitalisiert. Für Mehrfamilienhäuser mit 40 Jahren Restnutzungsdauer nennt die Präsentation Liegenschaftszinssätze von 2,5 Prozent für Lüneburg, 2,7 Prozent für Neu Wulmstorf und 4,1 Prozent für Amt Neuhaus. Ein höherer Liegenschaftszinssatz bedeutet einen niedrigeren Ertragswert bei gleicher Miete. Dass Amt Neuhaus – östlich der Elbe, aber zum Landkreis Lüneburg gehörend – über dem Niveau von Hannover (2,1 Prozent) und doppelt so hoch wie Lüneburg selbst liegt, zeigt, wie wenig ein Kreiswert über einen Ort sagt. Amt Neuhaus hat 37 Ortsteile.
Grundbuch- und Nachlassangelegenheiten führt für diese Region das Amtsgericht Lüneburg.
Ihre Ansprechpartnerin vor Ort für diese Region ist Veronika Reints (Team Lüneburger Heide). Die Region im Überblick finden Sie auf der Standortseite Lüneburg. Maklerin und Vertragspartnerin ist in jedem Fall die Alvenberg GmbH.
Warum Eigentümer in Uelzen und Bad Bevensen verkaufen
Zu den Verkaufsanlässen speziell in diesen Orten liegt keine freigegebene Aussage vor. Allgemein gilt für Märkte mit diesem Bestand: Verkauft wird, wenn das Haus nicht mehr zur Lebenssituation passt – die Kinder sind aus dem Haus, Haus und Garten binden mehr Zeit als gewünscht, ein Nachlass ist zu regeln, oder der Wohnort wechselt. Aus keinem dieser Anlässe folgt Eile, und aus keinem folgt ein Preisabschlag.
Ist jetzt ein guter Zeitpunkt?
Landesweit zeigen die Zahlen nach oben: mehr Verträge, mehr Umsatz, steigende Preise bei Eigenheimen in 39 von 47 Gebieten. Und der Zuwachs liegt eher im ländlichen Raum als in den Großstädten – was für diese Region spricht.
Zwei Dinge dämpfen das für Uelzen und Bad Bevensen.
Erstens das Niveau. 138.000 Euro für ein Reihenhaus oder eine Doppelhaushälfte ist nahe am unteren Ende der niedersächsischen Skala, und der Wert stieg gegenüber dem Vorjahr nur um 1.000 Euro – von 137.000 Euro. Die landesweite Dynamik ist in diesem Landkreis bei dieser Objektart praktisch nicht angekommen.
Zweitens die Datenlage. Ohne amtliche Zahl für das freistehende Haus in Uelzen und ohne jede Zahl für Bad Bevensen lässt sich ein Angebotspreis nicht aus einer Statistik ableiten. Er muss aus dem konkreten Objekt kommen: Baujahr, Zustand, Energiestandard, Grundstück, Lage im Ort – und aus Vergleichsverkäufen, die man vor Ort kennt.
Das ist keine schlechte Nachricht. Es heißt nur, dass in dieser Region die Einzelbetrachtung schwerer wiegt als in Märkten mit dichter Statistik.
Wenn Sie über eine Einschätzung sprechen möchten – kostenfrei und unverbindlich, sinnvoll ab dem Punkt, an dem ein Verkauf ernsthaft in Betracht kommt: Kontakt für die Lüneburger Heide.
- Landesgrundstücksmarktdaten 2026, Presseinformation des Niedersächsischen Ministeriums für Inneres, Sport und Digitalisierung (94.600 Kaufverträge +10 %, Gesamtumsatz rd. 25 Mrd. EUR +16,5 %; 29.500 Ein-/Zweifamilienhäuser +8 %, mittlerer Preis 270.000 EUR gegen 255.000 EUR; Reihenhäuser/DHH 250.000 EUR gegen 235.000 EUR; nur 8 von 47 Gebieten mit Preisrückgang) — Stand Berichtszeitraum November 2024 bis Oktober 2025, veröffentlicht 02.02.2026
- Landesgrundstücksmarktdaten 2026, Presseinformation (Landkreis Harburg Ein-/Zweifamilienhaus 430.000 EUR, 20.000 EUR mehr als im Vorjahr; Stadt Hannover 505.000 bzw. 421.000 EUR; Landkreis Holzminden 156.000 bzw. 90.000 EUR) — Stand Berichtszeitraum November 2024 bis Oktober 2025, veröffentlicht 02.02.2026
- Landesgrundstücksmarktdaten 2026, Presseinformation (wiederverkaufte Eigentumswohnungen 2.130 EUR/m², +150 EUR; Landkreis Lüneburg und Stadt Hannover je rund 3.000 EUR/m² als Top-Lagen auf dem Festland; Bauland individueller Wohnungsbau rd. 6.300 Fälle +19 %, 139 EUR/m²; 428 Zwangsversteigerungen) — Stand Berichtszeitraum November 2024 bis Oktober 2025, veröffentlicht 02.02.2026
- Präsentation der Landesgrundstücksmarktdaten 2026, Karte „Reihenhäuser und Doppelhaushälften, Mittlere Preise 2025 (fett) und Vorjahreswerte" (Landkreis Uelzen 138.000 EUR gegen 137.000 EUR; Landkreis Harburg 319.000 EUR gegen 294.000 EUR) — Stand Hannover, 02.02.2026
- Präsentation der Landesgrundstücksmarktdaten 2026, Karte „Eigentumswohnungen im Bestand, Baujahre 1991–2010" (Auswertungsgebiet Lüneburg 3.280 EUR/m² gegen 3.560 EUR/m²; Ø Niedersachsen 2.410 EUR/m²) — Stand Hannover, 02.02.2026
- Präsentation der Landesgrundstücksmarktdaten 2026, Karte „Mehrfamilienhäuser – Liegenschaftszinssätze bei 40 Jahren Restnutzungsdauer" (Lüneburg 2,5 %, Neu Wulmstorf 2,7 %, Amt Neuhaus 4,1 %, Hannover 2,1 %) — Stand Hannover, 02.02.2026
Uelzen: was Eigentümer uns fragen.
- Was kostet ein Reihenhaus im Landkreis Uelzen?
- 2025 im Mittel 138.000 Euro, nach 137.000 Euro im Vorjahr. Der niedersächsische Durchschnitt liegt bei 250.000 Euro, der Landkreis Harburg bei 319.000 Euro.
- Was kostet ein freistehendes Haus in Uelzen oder Bad Bevensen?
- Dafür gibt es keine amtliche Zahl. Die niedersächsischen Veröffentlichungen weisen für den Landkreis Uelzen nur den Wert für Reihenhäuser und Doppelhaushälften aus, und die Auswertung endet auf Landkreisebene – für Bad Bevensen gibt es keine eigene Statistik.
- Sind die Hauspreise in Niedersachsen gestiegen?
- Ja. Der mittlere Preis für ein Ein- oder Zweifamilienhaus stieg von 255.000 auf 270.000 Euro. Nur in 8 der 47 untersuchten Gebiete sank er, überwiegend in Großstädten.
- Warum ist der Unterschied innerhalb der Lüneburger Heide so groß?
- Weil das Gebiet vom unmittelbaren Hamburger Umland bis in die Heide reicht. Der Landkreis Harburg liegt bei Ein- und Zweifamilienhäusern mit 430.000 Euro auf Platz zwei in Niedersachsen, der Landkreis Uelzen bei Reihenhäusern nahe am unteren Ende der Skala.
- Wo stehen die Eigentumswohnungen in der Region?
- Der Landkreis Lüneburg gehört mit rund 3.000 Euro je Quadratmeter zu den Top-Lagen auf dem niedersächsischen Festland, gleichauf mit der Stadt Hannover. Der Landesdurchschnitt für wiederverkaufte Wohnungen liegt bei 2.130 Euro.
