Rendite neu gedacht: Warum Lage wieder den Unterschied macht
Nach Jahren günstiger Finanzierung und steigender Preise hat sich die Renditelogik im Wohnimmobilienbereich verändert. Lage ist wieder das, was sie immer war: der entscheidende Faktor für langfristige Werthaltigkeit.
Bis 2022 ließ sich beinahe jede Immobilie mit positiver Eigenkapitalrendite finanzieren, sobald die Lage halbwegs stimmte. Die Mietpreissteigerungen, kombiniert mit Niedrigzinsen, deckten viele Schwächen ab. Diese Phase ist vorbei.
Die neue Logik
Heute zählt wieder, was Generationen von Immobilieninvestoren wussten: Der Wert einer Immobilie liegt in ihrer Lage, ihrer Substanz und ihrer Mieternachfrage — in dieser Reihenfolge.
- Lagen mit nachhaltiger Nachfrage zeigen Stabilität auch in schwächeren Phasen.
- Substanz ist wichtiger als Renovierungs-Optik.
- Mieterstrukturen mit langer Verweildauer schlagen kurzfristige Maximalmieten.
Für Investoren bedeutet das: Die Diversifizierung in B- und C-Lagen, die in der Niedrigzinsphase attraktiv erschien, ist neu zu bewerten. Konzentration auf etablierte A-Lagen ist heute oft die robustere Strategie.

Sebastian Strachwitz
Gründer und Geschäftsführer
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